Wissen und Methoden teilt man, Kompetenzen und Talent hat man!

Unter diesem Motto steht unsere neue Veranstaltungsreihe „Method Jam“. Einmal im Monat treffen wir uns in einer kleinen Gruppe von maximal zehn Personen im Coworking MaJourie in Köln. In gemütlicher Atmosphäre teilen wir unser Methodenwissen bei einem kleinen Snack, netzwerken und tauschen uns aus.

Method Jam im MaJourie

Lernen gelingt am besten im direkten Austausch, insbesondere wenn die Gruppe vielfältig in ihrem Hintergrundwissen ist. Daher ist auch die Zielgruppe der Veranstaltung breit und die Runde der Teilnehmenden jedes Mal eine andere: Moderatoren, Coaches, Kreative, Künstler, Projektmanager, Storyteller und weitere Berufsgruppen sind willkommen.

Die Idee ist in jedem Method Jam eine oder mehrere Methoden kennen zu lernen, auszuprobieren und sich darüber auszutauschen.

Coworking MaJourie Köln

Method Jam #1 Learning Battle Cards

Der erste Method Jam fand am 7. September von 17 bis 20 Uhr statt. Christian Martin präsentierte uns die „Learning Battle Cards“.

Christian Martin

Christian Martin ist Coach für interkulturelle deutsch-französische Verständigung und E-Learning Experte. Er stammt aus der Bretagne und lebt in der Nähe von Stuttgart.

 

Die Learning Battle Cards sind für ihn eine spannende aus Polen stammende Methode, die er gerne auch in Deutschland einführen würde. Die Runde beim Method Jam war für ihn eine kleine Testrunde, ob Interesse an den Karten besteht. Dabei stellt sich unter anderem die Frage, ob eine Übersetzung der englischsprachigen Karten notwendig und sinnvoll ist.

Was sind die Learning Battle Cards?

Die Learning Battle Cards sind ein Set von 108 Karten. Jede Karte ist einer eigenen Methode gewidmet.

Die Karten sind nur ein Werkzeug, wie ein Hammer, um (Lern)-Strategien zu entwickeln.

Zu Beginn eines Projektes können die Karten dabei unterstützen, die richtigen Methoden zu finden, um das Projekt optimal umzusetzenund bessere Lernkonzepte zu gestalten. Dabei werden die Ziele des Projektes, die Zielgruppe und die vorhandenen personellen und monetären Ressourcen berücksichtigt. Jede Karte beinhaltet Wertungen, die eine gute Orientierung geben können, ob die Technik zu den gegebenen Anforderungen und Möglichkeiten passt.

Welche Techniken sind bei gegebenem Budget in verschiedenen Prozessschritten zielführend?

Teil 1- Mit den Karten vertraut machen

Statt einer Einführung, was genau diese Karten sind und was die Angaben bedeuten, verteilte Christian die Karten auf dem Tisch und forderte uns auf, intuitiv eine aus zu wählen, die uns anspricht. Zu zweit sollten wir uns kurz über die Methoden austauschen.

Teil 2 – Selbst eine Karte gestalten

Um die Angaben auf einer Karte genauer zu verstehen, haben wir selbst zu zweit welche gestaltet. Hierzu ließ uns Christian lediglich sechs Minuten Zeit. Dabei sollten wir festlegen, wie hoch unserer Meinung nach der gewählte Prozess im Produktions- und Zeitaufwand, wie erfolgreich der Lernprozess und wie groß das Engagement beim Nutzer ist. Die einzelnen Werte festzulegen war dabei gar nicht einfach, das Vorgehen nach wie vor intuitiv ohne Erklärungen. So gingen wir sehr unterschiedlich vor, wie in den zwei Entwürfen zum MOOC (Massive Open Online Course) zu sehen ist.

Learning Battle Cards MOOC

Teil 3 – Ein Projekt mit Learning Battle Cards gestalten

Nachdem wir ein wenig vertraut mit den Karten geworden sind, durften wir einen Projektvorschlag auswählen, für welches wir eine Strategie mit den Karten entwickeln würden. Die Zielsetzung lautete: Die beste Ausbildung für die besten Azubis für einen Segelflugzeug-Hersteller zu gestalten.

Bekannt sind das Budget des Klienten, die Bedürfnisse des Kunden, sowie die Zielgruppe und die KPIs des Projektes. Das Projekt erhält ein „Framework“ in Posterform, um die Strategie zu strukturieren. Dabei wird das Projekt in die folgenden Bereiche gegliedert:

  • Analysis – Was braucht das Projekt? Gründliche Analyse des Ist-Zustandes und der Ziele.
  • Awareness – Aufmerksamkeit/ Bewusstsein schaffen bei der Zielgruppe
  • Knowledge – Wissen vermitteln
  • Skills – Fähigkeiten entwickeln
  • Attitudes – Einstellungen positiv beeinflussen, motivieren
  • Implementation – Neues in Altes implementieren
  • Evaluation – Überprüfen des Projektes

Learning Battle Cards Poster

Schritte der Projetvorbereitung mit den Learning Battle Cards im Workshop:

  1. Den kompletten Stapel der 108 Karten durchgehen und prüfen, welche gut, welche eventuell und welche gar nicht zum Projekt passen.
  2. Verteile die Karten auf die einzelnen Bereiche, diskutiere im Team, welche Methoden wie sinnvoll eingesetzt werden können, maximal drei Methoden pro Bereich.
  3. Präsentiere den Plan dem Kunden (der anderen Workshop-Gruppe).

Method Jam - Learning Battle Cards

Umgang mit den Learning Battle Cards

Aus der Erfahrung des Workshops lässt sich sagen, dass die Arbeit mit den Karten uns gezwungen hat, das gesamte Projekt im Blick zu behalten und uns nicht in kleine Detailplanungen zu verlieren. Das kann ein Vorteil sein. Die Karten können als Inspiration in einem kreativen Entwicklungsprozess als Diskussionsgrundlage genutzt werden. Über die Werte auf den Karten haben wir diskutiert, sie erscheinen uns nicht immer stimmig. Einerseits können sie eine gute Orientierung bieten, andererseits auch einschränken, wenn man sie zu ernst nimmt. Einen Haken haben die Karten, sie erklären nicht, wie die einzelnen Techniken funktionieren. Nicht jedem, können alle 108 Möglichkeiten vertraut sein. Es gibt hierzu auch kein Handbuch, lediglich zu einigen Fallstudien. Der Kartensatz ist auch nicht umfassend vollständig, kann er auch nie sein, da stetig neue Methoden entwickelt werden.

Ausblick

Christian Martin schwebt eine Community of Practice vor, die sich gemeinsam über die Einsatzmöglichkeiten der Karten austauscht. Mit den Karten ist vieles möglich, das könnte spannend werden. Von besonderem Interesse sind die Karten für Prozessbegleiter, Führungskräfte und Coaches, beispielsweise für Veränderungs- oder Lernprozesse.

Christian konnte auf jeden Fall wertvolles Feedback aus dem Workshop mitnehmen. Nach den drei gemeinsamen Stunden waren die Teilnehmenden ebenfalls zufrieden und inspiriert.

Fazit zu den Learning Battle Cards

Die Learning Battle Cards sind nicht direkt intuitiv verständlich, sie erleichtern jedoch die Planung von Trainingsmaßnahmen auch unter Zeitdruck, ohne sich in detailreichen Inhalten zu verlieren. Wertvoll sind die Karten vor allem für Nutzer, die über ein breites Wissen an Methoden verfügen.

Wer französisch versteht findet auf LinkedIn Christians Zusammenfassung unseres inspirierenden Abends.

Auch in der letzten „Trainingaktuell“-Ausgabe findet ihr einen Praxistest (€) zu den Learning Battle Cards während unseres Methode Jams.

Es geht weiter #MethodJam

Der nächste Method Jam findet am 2. November von 17-20 Uhr statt und widmet sich der Methode LEGO®SERIOUS PLAY®(LSP). Vorgestellt wird uns die Methode von Merjam Wakili, im MaJourie, Kurfürstenstrasse 8 in Köln.

Kennst du eine interessante Methode, die du gerne in einem nächsten Method Jam vorstellen möchtest? Melde dich gerne bei uns! Auch Teilnehmende ohne Methode sind willkommen.

Anmeldungen für Methodgiver und Methodlearner bitte an: info@storyatelier.org mit dem Betreff „Method Jam“.

Rundum Storytelling Köln. Junge sitzt auf einer Mauer.

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