Alle Jahre wieder…
…stehen wir vor einem leer geräumten Spielzeugregal und starren auf das Jahresendsschimpfwort: Ausverkauft! Mein Gott…ich war zu spät dran. Weihnachten steht schon vor der Tür!

Alle Jahre wieder…
….fällt es uns schwer, uns dem Alltagsstress zu entziehen, um Weihnachten in Ruhe vorzubereiten. Obwohl man bereits im Oktober mit Weihnachtsangeboten erschlagen wird, ist die Zeit zu knapp. Denn wir bereiten uns nicht auf das Wesentliche vor.

Alle Jahre wieder….
…. rennen wir dann doch von Geschäft zu Geschäft, um genau das Richtige für das Kind, die Mutter, den Vater, die Tante, den Onkel zu bekommen.

Warum? Weil wir nicht enttäuschen wollen. Wir wollen das Fest der Liebe und der Familie zelebrieren. Weil wir sonst so wenig Zeit dafür haben.

Und dann kommt endlich der Tag, an dem wir wieder zusammen kommen, an einen Tisch. Ein immer seltener werdendes Ritual. Doch oft genug verkommt das riesige Drei-Sterne-Weihnachtsessen zur Familienpflicht, wo Streit und Unmut mit zu Tisch geladen sind. So viele Fragen, so viele Erwartungen und so viele Ansprüche an sich und an die Anderen. Wir haben verlernt, unseren Alltag beiseite zu schieben, inne zu halten und das ganze Jahr ein wenig Weihnacht in uns einkehren zu lassen. Traditionen sind nur noch eine lehre Hülse, Überlieferung wird beschmunzelt. Dafür haben wir keine Zeit mehr.

Alle Jahre wieder…
….tragen wir den innigen Wunsch nach mehr Tiefe, Liebe und Besinnung in uns.

Wenn wir einen Moment die Zeit anhalten und zurück blicken, was uns Weihnachten bedeutet, dann wird klar, dass es Traditionen und Rituale sind, die uns Halt geben. Geschichten sind es aber, die all diesen Werten erst Relevanz verleihen. Es sind die Stimmen von Großmüttern, Onkeln und vielleicht auch die eigene Stimme, die am Weihnachtsabend von Erfahrungen, Versagen, Ereignissen, Erfolgen und freudigen Erwartungen erzählen.

Aufmerksames Zuhören gibt uns die Gelegenheit, von anderen zu lernen.

Weihnachten hat sich nicht verändert, doch wir haben es. Wir haben in der Hektik unseres Alltages vergessen und verlernt, uns Zeit zu nehmen für eben diese Geschichten und deren tieferen Bedeutung für uns. Jeder hat den Wunsch „gehört“ zu werden, doch niemand hört mehr zu!

Ich glaube dennoch fest daran, dass wir alle diese Geschichten in uns tragen. Weihnachten sollte die Chance sein, unsere Gefühle wieder ernst zu nehmen und den Mut zu finden, sie auszudrücken. Wir müssen auch wieder lernen, urteilsfrei zuzuhören und dabei still zu sein, um die Worte wirklich zu verstehen.

Alle Jahre wieder…

…klopft es an die Tür. Wir öffnen sie in der Hoffnung, Harmonie, Anteilnahme und Liebe eintreten zu lassen.

In diesem Sinne wünschen wir eine besinnliche Weihnacht mit einem offenen Ohr und einem ruhigem Herzen.

 

 

 

Rundum Storytelling Köln. Junge sitzt auf einer Mauer.

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